Im anstehendem Wahlkampf werden von den etablierten Parteien die alten Klassiker aus dem Hut geholt und scheinbar wiederbelebt. Jedoch ohne bisher nachhaltig erkennbare Ergebnisse. Eine Machbarkeitsstudie zur Umgehung durch den Messeler Wald ist das Eine. Das andere ist, dass hier Jahre vergehen werden, bis eine Realisierung geplant und realisiert wäre.

Karl Heinz Prochaska Karl-Heinz Prochaska (Freie Wähler), Mitglied im Infrastrukturausschuss, erläutert:

„Die Fraktion der Freien Wähler – Piraten tritt dafür ein, das schienengebundene Konzept von Groß-Zimmern nach Darmstadt zügig in die Umsetzung zu bringen. Desweiteren ist entlang der B45 das ‚Semder Kreuz‘ als neuralgischer Bremsklotz für den Verkehrsfluss zu entschärfen.“

Der Fraktionsvorsitzende Norbert Rücker (Piraten) beklagt:

„Bereits bei der Verabschiedung des Verkehrentwicklungsplans 2011 haben wir das Aufsetzen auf zu diesem Zeitpunkt schon überholten Annahmen moniert. Es gelang uns, eine Pflicht zur Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes in dem Beschluss zu verankern. Leider entsteht jedoch im Kreistag der Eindruck, dass diese Pflicht seit dieser Zeit sehr vernachlässigt wurde.“

Für die derzeitige unbefriedigende Situation böten sich aber auch noch weitere Lösungsmöglichkeiten an. So könne auch über neue Wege im ÖPNV nachgedacht werden. „Die DaDiNa hat hier die Chance zum bundesweiten Vorbild zu werden. Eine Ausweitung der Umlagenfinanzierung, wie es die Piratenpartei fordert, würde die Attraktivität des ÖPNV steigern und den Individualverkehr enorm entlasten“, führt Rücker weiter aus.

Bis dahin könnte den Berufspendlern ein intelligentes Verkehrslenkungssystem durch Darmstadt – wie zum Beispiel Einbahnverkehr – eine erhebliche Entlastung bringen, ergänzt Prochaska: „Als Fraktion der Freien Wähler – Piraten fordern wir den Landrat auf, diesbezüglich zeitnah mit der Stadt Darmstadt Verhandlungen aufzunehmen.“

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